InfoBrief 3. Quartal 2017

Im 3. Quartal entwickelt das IfG, im Auftrag und in Kooperation mit dem Freien Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ), das Patientensouveränitätsmodell (PSM). Mit dem PSM wird die zahnärztliche Versorgung dahingehend reformiert, dass der Versicherte sich über persönliche Konten bei seiner Krankenkasse über die Finanzierung und Ausgaben seiner zahnärztlichen Behandlungen online informieren kann. Da die persönliche Zahngesundheit von der Mitwirkung jedes einzelnen Versicherten entscheidend beeinflusst wird, – der Versicherte ist Co-Produzent seiner Zahngesundheit – wird er auch am Ergebnis dieser Tätigkeit entsprechend beteiligt. Die Ergebnisbeteiligung wird so organisiert, dass die jeweilige Verbesserung der Mundgesundheit eines Versicherten und der damit verbundenen Einsparung seiner Krankenkasse, auf seinem Konto in einen von der Kasse festzulegenden Anteil, gutgeschrieben wird. Nach fünf Jahren kann der Versicherte sein Guthaben für zahnärztliche Leistungen, die nicht Regelleistungen sind, einsetzen und so eine höhere Versorgungsqualität erreichen.

Nach ausführlicher Diskussion des PSM mit der Zahnärzteschaft soll nun geprüft werden, wie weit sich für eine Umsetzung des PSM, Krankenkassen gewinnen lassen.

The IfG developed the patient sovereignty model for dental health care. The main idea of the model is that the patient is co-producer of his oral health and should therefore be involved in the result. By the use of online dental health accounts the patients get informed about the financing and the responsibility for their own oral health improvement.

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Ende Juli 2017 stellte das IfG die Expertise :

„Wege zur Überwindung von Einstiegshürden für Teilzeit-Selbstständige: Belastungen durch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge“ vor.

Die Expertise wurde mit Unterstützung  des Bundesverbands Direktvertrieb Deutschland (BDD), des Verbandes der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) und des Bundesverbandes  der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) erstellt.

In der Expertise werden massive Erschwernisse für Solo- Selbstständige und Gründer durch die Art der Bemessung der Krankenversicherungsbeiträge festgestellt. Auch das im Frühjahr 2017 verabschiedete Heil- und Hilfsmittel Versorgungsgesetz (HHVG) hat hier keine durchschlagende Verbesserung gebracht, sondern teilweise das Insolvenzrisiko für Gründer und hauptberuflich Selbstständige erhöht. Hier ist eine Nachbesserung durch den Gesetzgeber in der neuen Legislaturperiode dringlich vorzunehmen.

Die Expertise kann über die Homepages der unterstützenden Verbände heruntergeladen werden.

On behalf of several association for self-employed workers an expertise was developed to highlight the entry barriers of solo self-employed persons in context with mandatory health insurance contributions.

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In einer Diskussionsrunde mit einem großen Krankenhausträger und den Baden-Würtembergischen Sozial-und Gesundheitsministerium erörtert Prof. Neubauer Möglichkeiten der Umwidmung eines kleinen Krankenhauses in eine Praxisklinik. Dabei ergaben sich wesentliche Umsetzungshürden, die eine rasche Realisierung wenig wahrscheinlich machen.

Prof. Neubauer discussed the possibility to reorganize a small hospital to be designated as a practice clinic.

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Das IfG erstellt eine kritische Bewertung des „Gutachtens zur ambulanten Notfallversorgung im Krankenhaus – Fallkostenkalkulation und Strukturanalyse“ . Im Mittelpunkt steht die Suche nach einer leistungsbezogenen Vergütung für die stationäre sowie ambulante Notfallversorgung. Das IfG sieht in einem strukturierten abgestuften Vergütungssystem eine sinnvolle Lösung, sieht aber in der Bildung eines eigenständigen Versorgungsbereichs das Risiko einer weiteren Sektoralisierung der Patientenversorgung.

The IfG developed an assessment in respect to outpatient emergency care in hospitals-case costs calculations and structural analysis. In the focus of the project were the performance-oriented remuneration components of office-based and stationary emergency care.

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Prof. Neubauer wirkte bei dem Kauf- bzw. Verkauf einer Rehaklinik als gesundheitsökonomischer Berater mit. Im Mittelpunkt stand die Frage der Kaufpreisermittlung und Finanzierung, da die Klinik als Altlast einen wesentlichen Investitionsbedarf ausweist. Im Zentrum stand die Suche nach einer fairen Lastenverteilung zwischen Käufer und Verkäufer.

Prof. Neubauer collaborated as a consultant, when transferring a rehabilitations clinic.

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Prof. Neubauer wirkte an verschiedenen Sitzungen von Health Care Bayern mit, wo er auch als Mitglied des Vorstandes tätig ist und den Arbeitskreis Telemedizin Homecare kooperativ leitet.

Prof. Neubauer held various meetings with “Health Care Bayern”, where he is member of the management board. His working group is telemedicine & homecare.

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Prof. Neubauer und Prof. Beivers treffen sich zur Verabschiedung mit dem ersten Botschaftssekretär und Attaché für Gesundheit und Soziale Sicherung der Botschaft von Japan in Deutschland, Herrn Hirotaka Furukawa, sowie dessen Nachfolger Herrn Takashi Ansai. Im Gespräch wurde die Fortsetzung und neue Möglichkeit der Zusammenarbeit erörtert.

Prof. Neubauer and Prof. Beivers met Mr. Hirotaka Furukawa, who was the Embassy Secretary for health and social security of the Japan embassy in Germany and his successor Takashi Ansai.

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Prof. Neubauer hielt mehrere Vorträge insbesondere zur Situation der stationären und ambulanten Patientenversorgung in Deutschland. Ein zentrales Thema stellten die Ergebnisse des IfG-Gutachtens zur „Einkommensituation der Vertragsärzte und der vertragsärztlichen Vergütung in Bayern“ dar. Die dort festgestellten strukturellen Vergütungsdefizite dauern bis heute an.

 Prof. Neubauer gave several lectures with the topic office-based and hospital patient care.

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Schwerpunkte in Q3 2017 waren neben der AMNOG-Dossierarbeit Stellungnahmen zu Bewertungen des IQWiG in AMNOG Prozessen, sowie die Begleitung von Preisverhandlungen. Der von der IfGPh entwickelte EU-Preisrechner (www.ifgph-muenchen.de) wurde aktualisiert.

The work was focused on several “AMNOG-dossiers” on drug approval and price negotiations.

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Online-Statement auf www.hcm-magazin.de

Prof. Neubauer gibt ein Statement im Health&Care Management Magazin  zur ordnungspolitischen Ausrichtung der Gesundheitspolitik:

Start der HCM-Umfrage-Serie zur Bundestagswahl „Was fehlt, ist eine ordnungspolitische Ausrichtung der Gesundheitspolitik“

Das war schon ein ernüchternder Sonntagabend: Beim Bundestagswahl-TV-Duell zwischen Kanzlerin Dr. Angela Merkel und Herausforderer Martin Schulz wurden Parteiprogrammdetails zu Gesundheit, Medizin und Pflege überhaupt nicht diskutiert. Hingegen haben Fachleute der Branche bezüglich dieser Themen viele Forderungen. HCM startet hier eine dreiteilige Online-Umfrage-Serie. Wir wollten wissen: Was erwarten Sie für diesen Markt von der nächsten Bundesregierung?

von Carolina Heske

Insgesamt verfolgten 16,23 Millionen Zuschauer am 3. September 2017 das von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF live übertragene „TV-Duell” zwischen Kanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) und ihrem SPD-Herausforderer Martin Schulz am Bildschirm. Beim 97-minütigen Schlagabtausch wartete die Gesundheitsbranche jedoch vergeblich auf Statements zu Medizin und Pflege. Im Gegenteil: Lediglich das Wort Pflege kam kurz vor – als die amtierende Kanzlerin in der 65. Minute zum Thema Rente erwähnte, u.a. einer Pflegefachkraft könne man nicht sagen, dass sie bis zum 70. Lebensjahr arbeiten solle. Schulz erwähnte immerhin die Krankenschwester, die bedeutend weniger verdiene als ein Manager – bei seinem Abschlussplädoyer in Minute 94.

HCM geht jetzt in die Verlängerung dieses unbefriedigenden TV-Matches: Ab heute und auch je zu Beginn der kommenden beiden Wochen – also bis zur Bundestagswahl am 24. September – präsentieren wir Ihnen wichtige Forderungen von Fachleuten aus der Gesundheitswirtschaft.

„Diesen Mut kann ich bei keiner der gegenwärtigen parlamentarischen Parteien erkennen“

Prof. Dr. Günter Neubauer etwa bilanziert: „Minister Gröhe wird als der deutsche Gesundheitsminister in die Annalen eingehen, der die meisten Gesetze in einer Legislaturperiode durchgesetzt hat. Dabei wurden víele wichtige Themen angegangen. Was fehlt, ist jedoch eine ordnungspolitische Ausrichtung der Gesundheitspolitik“, so der Direktor des Instituts für Gesundheitsökonomik (IfG).

„Es geht darum, das Verhältnis zwischen Staat, Gemeinsamer Selbstverwaltung und Basis, das sind Patienten und Ärzte sowie Versicherte und ihre Krankenkasse, neu zu ordnen. Der schwache Anlauf mit dem Selbstverwaltungsstärkungsgesetz muss als missglückt eingestuft werden. Es fehlt der Mut, dem Subsidaritätsprinzip gegenüber dem Prinzip der Solidarität mehr Geltung zu verschaffen. Diesen Mut kann ich bei keiner der gegenwärtigen parlamentarischen Parteien erkennen. Es bleibt abzuwarten welche Parteien im nächsten Bundestag dazukommen werden?“

© hcm-magazin.de 2017 – Alle Rechte vorbehalten

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BDD Expertise

Wege zur Überwindung von Einstiegshürden für Teilzeit-Selbständige und Gründer:
Belastungen durch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge

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Seminar für Gesundheitsökonomie

Am 08.Juli 2017 wurde ein Seminar “Gesundheitsökonomie” im Rahmen der Berufspolitischen Bildung der Landeszahnärztekammer Bayerns von Prof. Neubauer gehalten.

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InfoBrief 5 + 6 / 2017

+++ PHARMAÖKONOMIE IfGPh +++
Schwerpunkte im Mai und Juni waren neben der AMNOG-Dossierarbeit mehrere Stellungnahmen zu Bewertungen des G-BA und IQWiG in AMNOG Prozessen.

+++ FORSCHUNG +++
Auf einer Veranstaltung des freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ) skizziert Professor Neubauer in München seinen Vorschlag zur „Stärkung der Patientensouveränität in der zahnmedizinischen Versorgung durch persönliche Patientenkonten – das Patientenstärkungsmodell (PSM)“. Das Modell sieht eine Stärkung der ökonomischen Autonomie der Versicherten und Patienten vor. In diesem Modell erhält jeder Versicherte von seiner Krankenkasse ein Versichertenkonto zugeordnet, auf dem Ausgaben sowie Zuweisungen des Gesetzlichen Gesundheitsfonds an seine Krankenkasse verbucht werden. Der Patient und Versicherte kann online seinen jeweiligen Kontostand abfragen. Erfolgt eine Behandlung, werden die entsprechenden Kosten als Soll verbucht. Bei Überdeckung wird den Patienten ein Bonus gutgeschrieben, der nach 5 Jahren zur zweckgebundenen Verwendung freigegeben wird. Bei Unterdeckung wird nach 5 Jahren ein Malus fällig, der sich in einer Kostenbeteiligung niederschlägt.

+++ FORSCHUNG+++
Auf dem 24. Deutscher Krankenhaus-Controller-Tag in Potsdam referiert Professor Neubauer zu dem Thema „Verbundsteuerung – Potential und Steuerungsansätze“. Er betont, dass die Kosten – Erlösschere im Krankenhaus, sowohl durch Produktivitätssteigerung als auch durch Preissteigerung, geschlossen werden kann. Der Unterschied zwischen beiden Maßnahmen ist, dass das Erstere autonom vom Krankenhaus-Management durchgeführt werden kann, während Letzteres für das Krankenhaus kollektiv durch die Verbände erfolgen muss.

+++ BERATEN+++
Professor Neubauer besucht ein Dialysezentrum im Rheinland. Neben einer allgemeinen Diskussion über die Entwicklung der Dialyseversorgung wird vor allem auch besprochen, inwieweit die Patientenversorgung zu Hause und in Heimen verstärkt durchgeführt werden kann. Insbesondere die Versorgung in Heimen gewinnt in Zukunft dadurch Bedeutung, dass immer mehr ältere dialysepflichtige Menschen in Heimen wohnen.

+++ DISKUTIEREN +++
Professor Neubauer nimmt an einem Koordinationsgespräch des Städtischen Klinikums München und des Münchenstifts teil, das 8 Pflegeeinrichtungen der Stadt München betreibt. Er trägt in einem Kurzreferat Aspekte einer möglichen, sinnvollen Zusammenarbeit im Bereich Dialyseversorgung von Heimbewohnern vor. Als nächster Schritt ist eine Arbeitsgruppe beauftragt Möglichkeiten und Wege im Detail zu diskutieren.

+++ BERATEN +++
Das IfG arbeitet an einer Expertise über einen Abbau von Hindernissen, die einen Start in die Selbstständigkeit erschweren. Im Mittelpunkt steht die unverhältnismäßig hohe Belastung durch die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung. Die Expertise soll im Juni der Öffentlichkeit in den Grundzügen vorgestellt werden und Ende Juli in der Endfassung vorliegen.

+++ DISKUTIEREN ++
Professor Neubauer besucht den Vorstand der KV-Nordrhein. Gegenstand des Gesprächs ist die Verbesserung der fachärztlichen Patientenversorgung in Heimen. Daneben wurde eine gemeinsame Tagung besprochen, in der die Einkommenssituation der niedergelassenen Ärzte diskutiert werden soll. Die Veranstaltung ist auf den 17.Oktober 2017 in Düsseldorf terminiert.

+++ DISKUTIEREN+++
Auf der Tagung der vbw „Was die GKV jetzt braucht“ referierte Professor Neubauer am 2.6.17, zu dem Thema „Bürgerversicherung, Parität & Co. – was eigentlich dahinter steckt“. Er zeigte die Effekte einer Bürgerversicherung auf, betonte aber dass diese mehrheitlich nicht mehr direkt sondern nur indirekt, insbesondere über eine Angleichung der Gebührenordnungen und eine Erweiterung der GKV-Versicherungspflicht, auf Beamte und Selbstständige angestrebt wird. Als Gegenmodell skizzierte er das Grundmodell des regionalen Gesundheitskombi (RGK), welches er für effizienter und verteilungsgerechter einschätzt. Der RGK wurde mit Unterstützung von vbw am IfG entwickelt. In der Diskussion widersprach vor allem Fritz Schösser dieser Einschätzung.

+++ FORSCHUNG +++
Auf dem Hamburger Krankenhaustag 2017 mit dem Leitthema „Krankenhaus quo vadis?“ sprach Professor Neubauer zu dem Thema „Entwicklungsperspektiven des Gesundheitswesens“. In seinem Vortrag unterschied er die globalen systemunabhängigen Treiberfaktoren von den nationalen systemabhängigen. Dabei stellte er fest, dass Deutschland insbesondere im Krankenhausbereich zu langsam auf die globalen internationalen Faktoren, insbesondere die Leistungsspezialisierung und die Prozessdigitalisierung reagiert. Ein wichtiges Hemmnis für eine angemessene Anpassung sieht er in der mangelhaften Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser. Er plädiert daher dafür darüber nachzudenken, ob nicht grundsätzlich eine andere Investitionsfinanzierung vom Gesetzgeber eingefordert werden sollte. Die Hoffnung, dass die Länder ihrer Finanzierungspflicht nachkommen, sollte man nach 30-jähriger negativer Erfahrung aufgeben. Eine Alternative sieht er darin, dass auch die Patienten direkt in die Investitionsfinanzierung vom einzelnen Krankenhaus einbezogen werden. Wollen Krankenkassen und Länder dies verhindern, müssen sie selbst die Lücke ausfüllen, betonte Professor Neubauer zum Schluss.

+++DISKUTIEREN++
Professor Neubauer moderiert zum wiederholten Male das „9. Business Dinner Reha“, welches von der Unternehmung Softsolution organisiert und finanziert wird. Die Tagung stand unter dem Leitthema „Prävention vor Reha vor Frühberentung – im Vergleich der Länder“ Österreich (Generaldirektor Dr. Pinggera), Schweiz (Nationalrätin Ruth Humbel) und Deutschland (MdB Peter Weiß). Die Referate wurden in der nachfolgenden Diskussion unter der Leitung von Hubert Seiter vertieft. Die Tagung klang mit einer Einladung in die Botschaft der Schweiz aus.

+++DISKUTIEREN+++
Auf dem Hauptstadtkongress 2017 moderiert Professor Neubauer die Sitzung zum Thema „Das deutsche Gesundheitswesen – Leistungsbewertung im internationalen Vergleich“. Das Auftaktreferat von Prof. Dr. Busse zeigte Schwächen und Stärken der Deutschen Gesundheitsversorgung im internationalen Vergleich auf. Die nachfolgende Diskussion mit Dr. Gibis (KBV), Thomas Renner (BMG) und Franz Knieps (Vorstand des BKK Dachverbandes) betonte die Wichtigkeit von internationalen Vergleichen, machte aber auch deutlich, dass die Übertragbarkeit von Vorteilen nicht durch „kopieren sondern durch kapieren“ erfolgen muss.

+++BERATEN+++
Professor Neubauer trägt in einer ersten Sitzung vor Parlamentariern bzw. deren Mitarbeitern und in einer nachfolgenden zweiten Sitzung vor gesundheitspolitisch tätigen Journalisten und Verbandsvertretern die Ergebnisse der IfG-Expertise zu „Einstiegshürden für Teilzeitselbstständige durch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge“ vor. Er hebt hervor, dass die derzeitigen Regelungen teilweise eine prohibitive Belastung für Solo-Selbstständige, insbesondere in der Startphase darstellen. Auch für familienversicherte nebenberuflich Selbstständige sind die Regelungen abschreckend für eine erweiterte Erwerbstätigkeit. Dies betrifft insbesondere Frauen, die dringend für den Arbeitsmarkt gebraucht werden. Die Expertise empfiehlt eine Nachbesserung des HHVG zu Beginn der nächsten Legislaturperiode. Ziel muss es u.a. sein, Selbstständige in der GKV ähnlich zu verbeitragen wie Arbeitnehmer.

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Professor Günter Neubauer sprach auf der Sitzung des Bundesvorstandes des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte e.V. (FVDZ), in Düsseldorf

Thema:

Stärkung der Patientensouveränität in der zahnmedizinischen Versorgung durch persönliche Patientenkonten – das Patientenstärkungsmodell  (PSM)

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InfoBrief 3/2017

+++ PHARMAÖKONOMIE IfGPh +++

Schwerpunkte im März waren neben der AMNOG-Dossierarbeit die Betreuung eines IQWiG Bewertungsverfahrens und Vorbereitungen von Stellungnahmen sowie Preisverhandlung.

+++ DISKUTIEREN +++

Auf der Veranstaltung „REDUCTION 2020 stellte Professor Neubauer seinen Vortrag „Die Ökonomie der Kalorien“ vor. Dabei verglich er den betrieblichen Produktionsprozess, mit dem menschlichen Körper. Bei beiden bestimmen Inputs die Leistungsabgabe, wobei die Transformation in den Inputs der Leistungen unterschiedlich effizient erfolgt. Der größte Unterschied besteht darin, dass bei betrieblichen Produktionsprozessen das Leistungsziel den Faktoreinsatz bestimmt, während bei Menschen die Kalorienzufuhr immer weniger von der Leistungsanforderung bestimmt wird, sondern Selbstzweck geworden ist. Kalorienzufuhr in Form von Essen wird als Vergnügen und als Kommunikationsform gepflegt, ohne Berücksichtigung der Leistungsabgabe. Dies führt in der entwickelten Gesellschaft zu Übergewicht / Adipositas. Beide sind mit erheblichen Gesundheitskosten verbunden. Professor Neubauer plädiert dafür, Produktwerbung stärker mit dem Kalorienverbrauch zu verbinden. Statt Nahrungsmittel mit der Angabe von Zucker und Kalorien zu bezeichnen, sollte darauf hingewiesen werden, nach wie vielen Schritten dieses Nahrungsmittel unbedenklich konsumiert werden können.

+++ BERATEN +++

Das IfG unterstützt einen Krankenhausträger bei der Umstrukturierung der Geburtshilfe. Es gilt die belegärztliche Geburtshilfe in eine hauptamtliche Geburtshilfe umzuwandeln; wobei die erforderliche Zahl an Entbindungen, die sowohl den Qualitätsanforderungen genügt, als auch die Wirtschaftlichkeit erreichen lässt, zu definieren ist.

+++ DISKUTIEREN +++

Im Rahmen des Kursteils Sozialmedizin, der Akademie für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in München, übernahm Professor Neubauer die Themenbereiche:

  • Grundzüge und Finanzierung der stationären Versorgung
  • Planung und Steuerung im Gesundheitswesen
  • Ökonomisierung der Gesundheitsversorgung – Risiko oder Notwendigkeit?

+++ DISKUTIEREN +++

Auf dem 1. Nationalen Reha-Forum 2017, der Medizinischen Verlagsgesellschaft Bibliomed mbH, moderiert Professor Neubauer die Sitzung zu dem Thema „Transparente Finanzierung und Fallklassifizierung“. Nach den Referierenden von Vertretern der Reha-Kliniken, Frau Susanne Leciejewski (Geschäftsführerin Celenus-Kliniken) und Herrn Achim Schäfer (Geschäftsführer Medizinisches Zentrum für Gesundheit), sowie von Herrn Dr. Thomas Hansmeier als Vertreter der Deutschen Rentenversicherung und Herrn Jens Hayer (Bank für Sozialwirtschaft AG), fokussierte sich die Diskussion auf die künftigen Entwicklungstrends. Kontrovers wurden dabei die Chancen der Digitalisierung diskutiert.

+++ DISKUTIEREN +++

Auf dem 134. Kongress –Deutsche Gesellschaft für Chirurgie- in München, referierte Professor Neubauer über generelle Entwicklungstrends in der Chirurgie. Dem folgten Referate zu einzelnen Teilgebieten der Chirurgie. Ziel war es, junge Ärztinnen und Ärzten eine Orientierungshilfe zur weiteren Karriereplanung zu geben.

+++ BERATEN +++

Auf dem 5. Bayerischen Tag der Telemedizin in München moderiert Professor Neubauer das Round Table mit dem Thema „Bayerische Initiativen“. Herr Felix Sill trägt die Grundzüge zu dem IfG-Projekt „Nachbar hilft Nachbar (NhN)“ vor. Das Projekt versucht über ein Portal auf kommunaler Ebene die Nachbarschaftshilfe neu zu beleben. Insbesondere soll die jüngere Generation und neu zugezogene Bürger (-innen) über ein digitales Portal zusammengeführt werden.

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InfoBrief 2/2017

+++ PHARMAÖKONOMIE IfGPh +++

Im Vordergrund stand die Arbeit an laufenden AMNOG- und Bewertungsverfahren von IQWiG bzw. G-BA. Der Arzneimittel-Preisrechner ist weiterhin verfügbar.

 

+++ FORSCHEN +++

Professor Neubauer führte Gespräche mit einer großen Krankenkasse über die Möglichkeit einer Umsetzung des Patientensouveränitätsstärkungs – Modell (PSSM). Das PSSM wurde im Rahmen einer Dissertation am IfG entwickelt. Tragende Säulen des PSSM sind, ein persönliches Budget und ein persönliches Online-Gesundheitskonto. Weitere Details zu dem Modell sind auf der Home Page des IfG nachzulesen. Nun steht die Phase der Erprobung an.

 

+++ DISKUTIEREN +++

Professor Neubauer moderiert einen Workshop im Rahmen von Health Care Bayern e.V. zu dem Thema „Alzheimer – schicksalhafte oder behandelbare Krankheit?“. Als Resümee lässt sich festhalten, so lange Alzheimer nicht geheilt, aber verzögert werden kann, ist die Früherkennung und die Versorgung von Alzheimer-Patienten in den Mittelpunkt zu stellen. Es bleibt die Hoffnung, dass Heilverfahren in mittlerer Zukunft entwickelt werden.

 

+++ BERATEN +++

Das IfG berät einen Krankenhausträger bei der Umstrukturierung der Geburtshilfe. Als ein zentrales Problem gelten die Gewinnung von Ärzten und Hebammen, sowie die Umwandlung von einer belegärztlichen in eine hauptamtliche Versorgung.

 

+++ DISKUTIEREN +++

Professor Neubauer nimmt an der GPA-Kreisverband-Rosenheim-Sitzung teil und spricht zu dem Thema „Wie zukunftssicher ist unser Gesundheitssystem“. Er legt damit die Basis für den nachfolgenden Reformvorschlag „Verfassung Soziales Gesundheitssystem (VSG)“, den Dr. med. Dolf Hufnagl entwickelt und vorgetragen hat. Die nachfolgende Diskussion kommt zu dem Ergebnis, dass eine grundlegende Reform des Gesundheitswesens in Deutschland ansteht und ein Gegenmodell zur Bürgerversicherung entwickelt werden muss.

 

+++ FORSCHEN +++

Im Rahmen von Health Care Bayern e.V. tragen Dr. Minartz und Professor Neubauer die Ergebnisse der IfG-Studie „Gesundheitsvorsorge im ländlichen Raum“ vor. Ihre Grundthese lautet, dass die ökonomischen Rahmenbedingungen für Praxen auf dem Land verbessert werden müssen. Doch müssen auch neue Praxis- und Versorgungsformen entwickelt werden.

 

+++ DISKUTIEREN +++

Auf dem 50. Zahnärzte-Winterkongress in Ischgl spricht Professor Neubauer zum Thema „Fakten zur Bürgerversicherung“. In der nachfolgenden Diskussion werden in erster Linie die Auswirkungen einer Angleichung der Gebührenordnungen problematisiert.

 

+++ FORSCHEN +++

Auf einer Tagung des Verbandes Arzneimittel Importeure Deutschland (VAD) trägt Professor Neubauer die Ergebnisse einer IfG-Studie zu „Wirtschaftliche Effekte von Re- und Parallelimporten von Arzneimittel auf die bayerische Wirtschaft“ vor. In der Diskussion werden die Wechselbeziehungen zwischen Arzneimitteln, Importeuren und der forschenden Industrie in den Mittelpunkt gestellt. Auch diskutierte Reformansätze werden erörtert.

 

+++ BERATEN +++

Auf Einladung des Deutschen Verbandes für Physiotherapie Bayern stellt das IfG in Ingolstadt die Ergebnisse der betriebswirtschaftlichen Analysen „PhysioPraX“ 2013 vor. Da dies bereits die 4. Erhebung ist, konnten auch Trends nachgewiesen werden, die insbesondere den Anstieg der Bürokratiekosten verdeutlichen. Derzeit wird die nächste Erhebung, bezogen auf das Jahr 2015, durchgeführt, an der sich eine Reihe weiterer Verbände beteiligt. Die Erhebung wird im Sommer abgeschlossen und am Ende des Jahres sollten erste Ergebnisse verfügbar sein.

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Die Krankenhauslandschaft 2030 in Deutschland

Die Krankenhauslandschaft 2030 in Deutschland von Professor Neubauer
erschienen im: Krankenhaus-Report 2017 (Schattauer Verlag)

ABSTRACT
Die Krankenhauslandschaft wird bis zum Jahr 2030 von globalen Treiberfaktoren
und von nationalen Entwicklungen bestimmt werden. Analytisch gehen
wir so vor, dass wir die einzelnen Faktoren zunächst isoliert betrachten, um sie
dann in einer Synthese zusammenzuführen und zu bewerten. Wir schätzen, dass
sich die Trends der letzten fünfzehn Jahre bis 2030 fortsetzen. Hierzu gehört
eine weitere Reduktion der Planbetten ebenso wie der Plankrankenhäuser, ohne
dass das Niveau der OECD-Staaten erreicht werden wird. Krankenhauskonzerne
und Kooperationen werden die Versorgung dominieren. Private Krankenhausträger
werden langsamer wachsen, während öffentliche und freigemeinnützige
Krankenhäuser langsamer schrumpfen. Die ländliche Versorgung wird
verstärkt durch Netze unter Führung der Krankenhäuser sichergestellt. Die Behandlungsprozesse
bleiben zu arbeitsintensiv. Die Krankenhausausgaben werden
für die Krankenkassen auf rund 100 Milliarden ansteigen. Das Paradoxon
2030 lautet: Die Krankenhäuser wirtschaften effi zient, die Krankenhausversorgung
insgesamt ist jedoch suboptimal.

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InfoBrief 01/2017

+++ PHARMAÖKONOMIE IfG-Ph +++

Neben laufenden AMNOG-Verfahren erfreut sich der nationale- und EU-Preisrechner lebhaften Interesses. Der Preisrechner macht Details der Preisermittlung Abgabepreis (ApU) des Pharmaunternehmens, Handelsstufen sowie Jahrestherapiekosten für die GKV in beiden Richtungen rechenhaft transparent. Die Java Software benötigt keine Internetverbindung, eine Demoversion findet sich auf der Webseite. Für die EU-Version werden die Eurostat-Gewichte für PPP/GDP sowie die Bevölkerungszahlen, falls vorhanden auch das SpiBu Excel-Template automatisch importiert. Es finden für beide Programme regelmäßige Aktualisierungen statt.

 

+++ BERATEN +++

Das IfG betreut die betriebswirtschaftlich orientierte Datenerhebung der PhysioPraX  2015 bei den Mitgliedern des ZVK-LV Bayern und VPT Bayern. Erhoben werden die Daten des Wirtschaftsjahres 2015.  Der Befragung haben sich mittlerweile die entsprechenden Verbände aus Bayern /Rheinland-Pfalz / Trier / Saarland / Hessen / NRW / Nordost angeschlossen. Weitere Verbände haben ihr Interesse bekundet.

 

+++ BERATEN +++

Das IfG überarbeitet die Studie Kompass Gesundheitspolitik im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw). Die letzte Auflage datierte auf Dezember 2014. Da seitdem eine Vielzahl von Gesetzen vom Bundestag verabschiedet wurden werden diese, soweit erforderlich, eingearbeitet. Generell macht die Überarbeitung sichtbar, dass es der Gesundheitspolitik auch dieser Regierung an einem Kompass zur Orientierung fehlt.

 

+++ DISKUTIEREN +++

Professor Neubauer bezog aktuell zur Erhöhung des Zusatzbeitrages einiger Krankenkassen zum Jahresanfang, in einem Interview im Bayerischen Fernsehen (Rundschau), am 2. Januar 2017 Stellung. Nach seiner Auffassung wird die Politik alles dazu tun, dass es zu keiner generellen Erhöhung des Zusatzbeitrages im Wahljahr 2017 kommt. Tatsächlich sind einige Maßnahmen bereits eingeleitet die in diese Richtung wirken. Doch ist damit nicht die langfristige Lücke, zwischen dem Zuwachs der Ausgaben und dem Zuwachs der Einnahmen, geschlossen.

+++ FORSCHEN +++

Studie zur Wirtschaftlichkeit des internetbasierten Rehasonanz – Nachsorgeprogramm:  In dieser Studie werden adipöse Reha-Patienten über einen Zeitraum von 3 Jahren, davon 1 Jahr vor der Rehamaßnahme und 2 Jahre nach der Rehamaßnahme, bzgl. der Ausgaben Ihrer Krankenkasse beobachtet. Es soll die Nachhaltigkeit der Rehabilitation auf die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenkasse bewertet werden. Erste Ergebnisse deuten einen nachhaltigen Einfluss der Rehabilitation und des Nachsorgeprogramms Rehasonanz auf das Gesundheitsverhalten der Versicherten an.

 

+++ FORSCHEN +++

27. Jahreskongress des Berufsverband der Arthroskopie e.V. (BVASK); Arthroskopie und Gelenkchirurgie 27. bis 28. Jan.2017 in Düsseldorf. Professor Neubauer trägt zu dem Thema „Nutzennachweis chirurgischer Techniken – reichen RCT`s oder brauchen wir komplexere Modelle?“ vor. Seine Antwort auf die Fragestellung lautet: RCT`s alleine genügen nicht (mehr) zum Nutzennachweis, insbesondere werden dadurch nicht die „social impacts“ näherungsweise sichtbar gemacht. Letzteres kann aber die Einschätzung chirurgischer Techniken veränderbar mutmaßlich Verbessern. Social impacts dürften mit großer Wahrscheinlichkeit die Kosten- Nutzenbilanz chirurgischer Techniken nachhaltig beeinflussen.

 

+++ BERATEN+++

Das IfG berät ein Unternehmen das die Versorgung von dialysepflichtigen Heimbewohnern zu verbessern plant. Damit soll der Entwicklung Rechnung getragen werden, dass immer mehr dialysepflichtige Patienten in Heimen leben. Für dieses Vorhaben sind eine Reihe von organisatorischen und rechtlichen Voraussetzungen zu überwinden, bei deren Lösung das IfG beratend mithilft.

 

+++ BERATEN +++

Professor Neubauer arbeitet in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Beirates an dem Tagungsprogramm für den 16. Europäischen Gesundheitskongress, der am 12./13. Oktober 2017 in München stattfindet.

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