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Prof. Neubauer gibt ein Statement im Health&Care Management Magazin  zur ordnungspolitischen Ausrichtung der Gesundheitspolitik:

Start der HCM-Umfrage-Serie zur Bundestagswahl „Was fehlt, ist eine ordnungspolitische Ausrichtung der Gesundheitspolitik“

Das war schon ein ernüchternder Sonntagabend: Beim Bundestagswahl-TV-Duell zwischen Kanzlerin Dr. Angela Merkel und Herausforderer Martin Schulz wurden Parteiprogrammdetails zu Gesundheit, Medizin und Pflege überhaupt nicht diskutiert. Hingegen haben Fachleute der Branche bezüglich dieser Themen viele Forderungen. HCM startet hier eine dreiteilige Online-Umfrage-Serie. Wir wollten wissen: Was erwarten Sie für diesen Markt von der nächsten Bundesregierung?

von Carolina Heske

Insgesamt verfolgten 16,23 Millionen Zuschauer am 3. September 2017 das von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF live übertragene „TV-Duell” zwischen Kanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) und ihrem SPD-Herausforderer Martin Schulz am Bildschirm. Beim 97-minütigen Schlagabtausch wartete die Gesundheitsbranche jedoch vergeblich auf Statements zu Medizin und Pflege. Im Gegenteil: Lediglich das Wort Pflege kam kurz vor – als die amtierende Kanzlerin in der 65. Minute zum Thema Rente erwähnte, u.a. einer Pflegefachkraft könne man nicht sagen, dass sie bis zum 70. Lebensjahr arbeiten solle. Schulz erwähnte immerhin die Krankenschwester, die bedeutend weniger verdiene als ein Manager – bei seinem Abschlussplädoyer in Minute 94.

HCM geht jetzt in die Verlängerung dieses unbefriedigenden TV-Matches: Ab heute und auch je zu Beginn der kommenden beiden Wochen – also bis zur Bundestagswahl am 24. September – präsentieren wir Ihnen wichtige Forderungen von Fachleuten aus der Gesundheitswirtschaft.

„Diesen Mut kann ich bei keiner der gegenwärtigen parlamentarischen Parteien erkennen“

Prof. Dr. Günter Neubauer etwa bilanziert: „Minister Gröhe wird als der deutsche Gesundheitsminister in die Annalen eingehen, der die meisten Gesetze in einer Legislaturperiode durchgesetzt hat. Dabei wurden víele wichtige Themen angegangen. Was fehlt, ist jedoch eine ordnungspolitische Ausrichtung der Gesundheitspolitik“, so der Direktor des Instituts für Gesundheitsökonomik (IfG).

„Es geht darum, das Verhältnis zwischen Staat, Gemeinsamer Selbstverwaltung und Basis, das sind Patienten und Ärzte sowie Versicherte und ihre Krankenkasse, neu zu ordnen. Der schwache Anlauf mit dem Selbstverwaltungsstärkungsgesetz muss als missglückt eingestuft werden. Es fehlt der Mut, dem Subsidaritätsprinzip gegenüber dem Prinzip der Solidarität mehr Geltung zu verschaffen. Diesen Mut kann ich bei keiner der gegenwärtigen parlamentarischen Parteien erkennen. Es bleibt abzuwarten welche Parteien im nächsten Bundestag dazukommen werden?“

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