InfoBrief 4/2017

 

+++ PHARMAÖKONOMIE IfGPh +++

Schwerpunkte im April waren neben der AMNOG-Dossierarbeit mehrere Stellungnahmen zu Bewertungen des G-BA und IQWiG in AMNOG Prozessen.

 

+++ DISKUTIEREN +++

Auf Einladung der Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH sprach Professor Neubauer auf dem 19. PZ-Management-Kongress zum Thema: „Bundestagswahl 2017 – die gesundheitspolitischen Programme“. Professor Neubauer setzte sich dabei insbesondere mit der Bürgerversicherung auseinander. Nach seiner Schätzung würde eine durchschnittliche Apotheke durch eine Zusammenlegung der Gebührenordnung rund 7.000 Euro Überschuss verlieren. Wichtigste Ursache hierfür wäre eine Angleichung der Gebührenordnung. In der nachfolgenden Diskussion stand der Versandhandel und die diesbezügliche Rechtsprechung im Mittelpunkt.

 

+++ BERATUNG +++

In der Vorosterwoche bearbeitete Professor Neubauer zusammen mit Frau Claudia Küng, Leiterin des Europäischen Gesundheitskongresses, das Tagungsprogramm. Die Tagung steht unter dem Leitthema: „Das Gesundheitssystem gerecht und zukunftsfähig gestalten!“. Der 16. Kongress findet am 12. und 13. Oktober 2017 in München statt.

 

+++ DISKUTIEREN +++

Vor dem Ausschuss für Gesundheitswirtschaft der vbw Bayern referiert Professor Neubauer zu dem Thema: „Parität, Bürgerversicherung und Co – Konzepte für unser Gesundheitswesen im Wahlkampf“. Im Mittelpunkt der Diskussion stand der Arbeitgeberbeitrag. Eine paritätische Finanzierung würde einerseits zu einer Erhöhung der Arbeitskosten führen, andererseits aber auch einen Beitrag zu sozialen Frieden leisten. Vor diesem Hintergrund dürfte ein weiteres Auseinanderdriften für alle Parteien problematisch sein. Allerdings darf dabei nicht die finanzielle Belastung der Arbeitgeber durch die Lohnfortzahlung außer Acht gelassen werden. Diese entspricht allein 2,5 Beitragssatzpunkte und ist in der Bewertung einzubeziehen.

 

+++ FORSCHEN +++

Auf der Fachtagung des Zi in Kooperation mit der KVB mit dem Leitthema „Vertragsärztliche Versorgung zukunftssicher machen!“ sprach Professor Neubauer zu dem Thema „Notwendigkeit der Anpassung des kalkulatorischen Arztlohns“. Im Mittelpunkt seiner Ausführung stellt Professor Neubauer die These, dass das Arzteinkommen vor allem wettbewerbsfähig sein muss, zur Alternative der Beschäftigung eines Arztes. Dies ist vor allem das Arzteinkommen im Krankenhaus. Die derzeitige Differenzierung der Krankenhausbeschäftigungen gegenüber der Niederlassung zeigen an, dass das Arzteinkommen eines Arztes an Wettbewerbsfähigkeit verloren hat. Soll die ambulante Versorgung nicht schrumpfen, so muss das Arzteinkommen und der zugrunde gelegte kalkulatorische Lohn angehoben werden. Dabei muss auch das Niederlassungsrisiko angemessen vergütet werden, da sonst die Anstellung in einen MVZ für junge Ärztinnen und Ärzte attraktiver ist, als die Anstellung in einer Niederlassung. Eine ausführliche Analyse der Einkommen hat das IfG unter der Leitung von Professor Neubauer für die KVB erstellt. Diese Analyse kann auf der Homepage der KVB eingesehen werden.

 

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