InfoBrief 3. Quartal 2017

Im 3. Quartal entwickelt das IfG, im Auftrag und in Kooperation mit dem Freien Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ), das Patientensouveränitätsmodell (PSM). Mit dem PSM wird die zahnärztliche Versorgung dahingehend reformiert, dass der Versicherte sich über persönliche Konten bei seiner Krankenkasse über die Finanzierung und Ausgaben seiner zahnärztlichen Behandlungen online informieren kann. Da die persönliche Zahngesundheit von der Mitwirkung jedes einzelnen Versicherten entscheidend beeinflusst wird, – der Versicherte ist Co-Produzent seiner Zahngesundheit – wird er auch am Ergebnis dieser Tätigkeit entsprechend beteiligt. Die Ergebnisbeteiligung wird so organisiert, dass die jeweilige Verbesserung der Mundgesundheit eines Versicherten und der damit verbundenen Einsparung seiner Krankenkasse, auf seinem Konto in einen von der Kasse festzulegenden Anteil, gutgeschrieben wird. Nach fünf Jahren kann der Versicherte sein Guthaben für zahnärztliche Leistungen, die nicht Regelleistungen sind, einsetzen und so eine höhere Versorgungsqualität erreichen.

Nach ausführlicher Diskussion des PSM mit der Zahnärzteschaft soll nun geprüft werden, wie weit sich für eine Umsetzung des PSM, Krankenkassen gewinnen lassen.

The IfG developed the patient sovereignty model for dental health care. The main idea of the model is that the patient is co-producer of his oral health and should therefore be involved in the result. By the use of online dental health accounts the patients get informed about the financing and the responsibility for their own oral health improvement.

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Ende Juli 2017 stellte das IfG die Expertise :

„Wege zur Überwindung von Einstiegshürden für Teilzeit-Selbstständige: Belastungen durch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge“ vor.

Die Expertise wurde mit Unterstützung  des Bundesverbands Direktvertrieb Deutschland (BDD), des Verbandes der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) und des Bundesverbandes  der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) erstellt.

In der Expertise werden massive Erschwernisse für Solo- Selbstständige und Gründer durch die Art der Bemessung der Krankenversicherungsbeiträge festgestellt. Auch das im Frühjahr 2017 verabschiedete Heil- und Hilfsmittel Versorgungsgesetz (HHVG) hat hier keine durchschlagende Verbesserung gebracht, sondern teilweise das Insolvenzrisiko für Gründer und hauptberuflich Selbstständige erhöht. Hier ist eine Nachbesserung durch den Gesetzgeber in der neuen Legislaturperiode dringlich vorzunehmen.

Die Expertise kann über die Homepages der unterstützenden Verbände heruntergeladen werden.

On behalf of several association for self-employed workers an expertise was developed to highlight the entry barriers of solo self-employed persons in context with mandatory health insurance contributions.

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In einer Diskussionsrunde mit einem großen Krankenhausträger und den Baden-Würtembergischen Sozial-und Gesundheitsministerium erörtert Prof. Neubauer Möglichkeiten der Umwidmung eines kleinen Krankenhauses in eine Praxisklinik. Dabei ergaben sich wesentliche Umsetzungshürden, die eine rasche Realisierung wenig wahrscheinlich machen.

Prof. Neubauer discussed the possibility to reorganize a small hospital to be designated as a practice clinic.

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Das IfG erstellt eine kritische Bewertung des „Gutachtens zur ambulanten Notfallversorgung im Krankenhaus – Fallkostenkalkulation und Strukturanalyse“ . Im Mittelpunkt steht die Suche nach einer leistungsbezogenen Vergütung für die stationäre sowie ambulante Notfallversorgung. Das IfG sieht in einem strukturierten abgestuften Vergütungssystem eine sinnvolle Lösung, sieht aber in der Bildung eines eigenständigen Versorgungsbereichs das Risiko einer weiteren Sektoralisierung der Patientenversorgung.

The IfG developed an assessment in respect to outpatient emergency care in hospitals-case costs calculations and structural analysis. In the focus of the project were the performance-oriented remuneration components of office-based and stationary emergency care.

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Prof. Neubauer wirkte bei dem Kauf- bzw. Verkauf einer Rehaklinik als gesundheitsökonomischer Berater mit. Im Mittelpunkt stand die Frage der Kaufpreisermittlung und Finanzierung, da die Klinik als Altlast einen wesentlichen Investitionsbedarf ausweist. Im Zentrum stand die Suche nach einer fairen Lastenverteilung zwischen Käufer und Verkäufer.

Prof. Neubauer collaborated as a consultant, when transferring a rehabilitations clinic.

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Prof. Neubauer wirkte an verschiedenen Sitzungen von Health Care Bayern mit, wo er auch als Mitglied des Vorstandes tätig ist und den Arbeitskreis Telemedizin Homecare kooperativ leitet.

Prof. Neubauer held various meetings with “Health Care Bayern”, where he is member of the management board. His working group is telemedicine & homecare.

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Prof. Neubauer und Prof. Beivers treffen sich zur Verabschiedung mit dem ersten Botschaftssekretär und Attaché für Gesundheit und Soziale Sicherung der Botschaft von Japan in Deutschland, Herrn Hirotaka Furukawa, sowie dessen Nachfolger Herrn Takashi Ansai. Im Gespräch wurde die Fortsetzung und neue Möglichkeit der Zusammenarbeit erörtert.

Prof. Neubauer and Prof. Beivers met Mr. Hirotaka Furukawa, who was the Embassy Secretary for health and social security of the Japan embassy in Germany and his successor Takashi Ansai.

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Prof. Neubauer hielt mehrere Vorträge insbesondere zur Situation der stationären und ambulanten Patientenversorgung in Deutschland. Ein zentrales Thema stellten die Ergebnisse des IfG-Gutachtens zur „Einkommensituation der Vertragsärzte und der vertragsärztlichen Vergütung in Bayern“ dar. Die dort festgestellten strukturellen Vergütungsdefizite dauern bis heute an.

 Prof. Neubauer gave several lectures with the topic office-based and hospital patient care.

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Schwerpunkte in Q3 2017 waren neben der AMNOG-Dossierarbeit Stellungnahmen zu Bewertungen des IQWiG in AMNOG Prozessen, sowie die Begleitung von Preisverhandlungen. Der von der IfGPh entwickelte EU-Preisrechner (www.ifgph-muenchen.de) wurde aktualisiert.

The work was focused on several “AMNOG-dossiers” on drug approval and price negotiations.

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