InfoBrief 2. Quartal 2018

+++ Fortbildung +++

Für den 28./ 29. September 2018 wird eine Fortbildung für ehemalige AKM-Teilnehmer in Ingolstadt vorbereitet. Themenschwerpunkte sind: Personalmanagement sowie die aktuelle Krankenhauspolitik der Bundesregierung.

 

+++ Telemedizin+++

Das IfG übernimmt die Evaluation von einigen Modell-Projekten zur telemedizinischen Ärztekonsultation. Ziel ist es, auf Basis der dokumentierten Prozessabläufe festzustellen, ob Telemedizin eine effektive und effiziente Gesundheitsversorgung unterstützt.

 

+++ Digitalisierung +++

Prof. Neubauer bewertet als Jury-Mitglied Vorschläge zur Digitalisierung im ländlichen Raum. Ziel ist es, digitale Konzepte, die zur Verbesserung der Lebensbedingungen in ländlichen und alpinen Lebensräumen beitragen, zu fördern und diese in Modelldörfern umzusetzen. Das Projekt »Digitales Dorf« wird durch die Bayerische Staatsregierung gefördert und vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie verantwortlich betreut.

 

+++ Rehabilitation+++

Prof. Neubauer diskutiert im Rahmen von Beiratssitzungen einer Rehagruppe die Themen nachhaltige Rehabilitation, telemedizinische Betreuung von Rehapatienten und insbesondere Rehabilitation für Ältere und Pflegebedürftige. Er schlägt vor, dass Berufstätige jenseits von 65 Jahren ohne ärztliches Attest ein Anrecht auf Reha eingeräumt werden soll. Damit soll der Anspruch „Reha vor Rente“ mehr Wirkung erhalten. Ähnlich sollen Pflegebedürftige der Pflegegrade 1-3 ebenfalls einen allgemeinen Anspruch auf medizinische Rehabilitationsmaßnahmen erhalten. Dabei wäre auch die Rolle der ambulanten Reha zu verstärken.

 

+++ Dialyseversorgung +++

Das IfG beteiligt sich an einem Projekt zur Heimdialyse und versteht darunter, die Dialyseversorgung von Heimbewohnern neu zu organisieren und zu strukturieren. Ziel ist es, die Versorgung näher zu den Patienten zu bringen.

 

+++ Controlling+++

Auf der Tagung der DVKC in Potsdam sprach Prof. Neubauer zu dem Thema „Marketing und Controlling – ein Widerspruch?“. Seine zentrale These lautet: Controlling muss die Basisdaten für alle Entscheidungen im Krankenhaus liefern. Ist ein Krankenhaus im Sanierungsprozess, hat  das Marketing Priorität vor dem Controlling. Mittelfristig ist ein entscheidungsorientiertes, integrierendes Controlling zu entwickeln.

 

+++ Arzneimittelversorgung +++

Das IfG stellte eine Studie zu den Social Impacts eines innovativen Arzneimittels fertig. Als herausragendes Ergebnis ist zu nennen, dass die mittelfristigen, sozioökonomischen Effekte (social impacts) ähnlich wichtig sind wie die direkt vermeidbaren Ausgaben. Eine Bewertung eines Arzneimittels nur nach dessen direkten Effekten muss somit gesamtwirtschaftlich als suboptimal eingestuft werden.

 

+++ Pflegekräftemangel +++

Auf dem Hauptstadtkongress 2018 hält Prof. Neubauer einen Auftaktsvortrag zu dem Thema „Pflegekräftemangel: Ursachen und Lösungsansätze“. Einen rasch wirksamen Lösungsansatz sieht er in einer Reduktion der hohen krankheitsbedingten Fehltage, in einer Aufstockung der vielen Halbtagskräfte sowie in einer Rückholung frühzeitig ausgeschiedener Pflegekräfte. Um dies zu erreichen sind die monetären und nicht monetären Arbeitsbedingungen deutlich zu verbessern.

 

+++ Europäischer Gesundheitskongress +++

Prof. Neubauer leitet den Beirat für den 17. Europäischen Gesundheitskongress, der am 25. und 26. Oktober 2018 in München stattfindet. Das Generalthema lautet: „Aufbruch im Gesundheitswesen!“. Nähere Informationen sind unter: https://www.gesundheitskongress.de zu finden.

 

+++ Gesundheitswirtschaft +++

Auf Einladung von Prof. Benatzky sprach Prof. Neubauer auf dem 10. Rosenheimer Forum Gesundheitswirtschaft zum Thema: „Ökonomisierung der Gesundheitsversorgung – Notwendigkeit oder Fehlentwicklung?“. In den Mittelpunkt stellt er die Wichtigkeit der Gesundheitsversorgung einer alternden Bevölkerung. Kritisch äußert er sich zu der politisch oft hervorgebrachten These, dass zur Finanzierung der Gesundheitsversorgung in Deutschland vor allem die Geburtenrate steigen müsste. Er sieht eine längere Erwerbstätigkeit sowie verstärkte Präventionsmaßnahmen als erfolgsversprechende  Lösungsansätze.

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