InfoBrief 1. Quartal 2018

+++ Physiotherapeutische Versorgung +++

Im April 2018 lief die 5. Datenerhebung zur betriebswirtschaftlichen Analyse von Physiotherapiepraxen für das Erhebungsjahr 2016 an, an der deutschlandweit mehr als 20 Landesverbände teilnehmen. Das Projekt PhysioPraX startete im Jahr 2011 mit dem Ziel, eine objektive Datengrundlage zur betriebswirtschaftlichen Situation von Physiotherapiepraxen zu erhalten. Für die Teilnehmer ergibt sich die Möglichkeit zum Benchmarking innerhalb ihrer Umsatzklasse. Die teilnehmenden Verbände erhalten eine objektive Datengrundlage, welche für anstehende Gebührenverhandlungen verwendet werden können. Aufgrund der großen Bedeutung der Ergebnisse haben sich 2018 Physio-Deutschland, VPT und IFK entschlossen, das Projekt gemeinsam und auf Bundesebene unter der Bezeichnung „PhysioPraX 2.0“ fortzuführen.

 

+++ Das Patientenstärkungsmodell +++

Das am IfG und in Kooperation mit dem Freien Verband Deutscher Zahnärzte entwickelte Modell zur „Stärkung der Patientensouveränität in der zahnmedizinischen Versorgung“ wird zurzeit mit Vertretern verschiedener Krankenkassen und Versicherungen diskutiert. Kennzeichen des Modells ist sowohl Leistungs- wie Kostentransparenz über ein persönliches Online-Gesundheitskonto. In Verbindung mit einem Bonusmodell, das keinen Malus kennt, ist das Modell auch sozialverträglich ausgestaltet.

 

+++ Prävention+++

Das IfG war mit der wissenschaftlichen Begleitung des durch die AOK-Bayern geförderten Präventionsprojektes „Gesunde Kommune Haimhausen“ beauftragt. Es wurde eine Bedarfsanalyse durchgeführt, die insbesondere Verbesserungspotentiale identifizierte. In einer ausstehenden Umsetzungsphase soll dann eine dauerhafte Struktur geschaffen werden, die eine kontinuierliche Prävention in der Gemeinde Haimhausen gewährleistet.

 

+++ Krankenhausversorgung +++

„Krankenhauslandschaft in Deutschland bis zum Jahr 2030“ lautet ein Beitrag von Prof. Neubauer in der Ausgabe IMPLICONplus, 04/2018. Im Ergebnis wird für die Zukunft geschätzt, dass der Trend zur Reduktion der kleinen Krankenhäuser und zur Zentralisation und Spezialisierung weiter anhält. Eine besondere Chance sieht Prof. Neubauer in der Entwicklung der tagesklinischen Versorgung, die sowohl von niedergelassenen Fachärzten als auch von Krankenhäusern durchgeführt werden sollte.

 

+++ Krankenhausversorgung +++

Prof. Neubauer ist an einem Sanierungsprogramm für ein defizitäres Krankenhaus beteiligt. Im Kern geht es um die Absenkung überhöhter Personalkosten.

 

+++ Krankenhausversorgung +++

„Produktivitätssteuerung – Verkanntes Controlling-Instrument“ ist in der Sonderbeilage der Zeitschrift f&w 04/2018 als Beitrag von Prof. Neubauer erschienen. Der Artikel beleuchtet die Arztproduktivität, die Pflegeproduktivität und die Bettenproduktivität als Controllinggrößen näher.

 

+++ Arzneimittelversorgung: Social-Impact-Studie +++

Das IfG erstellt auf Basis einer klinischen Studie eine Social-Impact-Studie für ein innovatives Arzneimittel. Ziel der Studie ist es, die Einsparungen durch vermeidbare Krankheitskosten zu ermitteln. Dabei werden sowohl die direkten als auch indirekten vermeidbaren Kosten für die Zielpopulation des innovativen Arzneimittels über einen festgelegten Zeitraum aggregiert. Die Pflegekosten nehmen dabei nicht zu unterschätzende Größe ein. Den vermeidbaren direkten Kosten stehen in etwa zu gleichen Teilen die indirekten sozioökonomischen Folgekosten gegenüber.

 

+++ Arzneimittelversorgung: Onkologie +++

„Bleiben Onkologika bezahlbar?“ lautet der Titel einer Studie, die vom IfG im April 2018 veröffentlicht wurde. Die Printausgabe der von BMS unterstützten Publikation kann kostenfrei vom IfG bezogen werden, das PDF ist auf der Homepage des IfGs verfügbar.

 

+++ Dialyseversorgung +++

Die ärztliche Betreuung von Heimbewohnern, insbesondere die Dialyseversorgung, wird in Zusammenarbeit mit Versorgungseinrichtungen wissenschaftlich und praktisch erprobt. Die wachsende Zahl an Heimbewohnern verlangt eine Neuorientierung der medizinischen Versorgung.

 

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