InfoBrief 05/2016

+++ NACHRICHT +++ Das Institut für Gesundheitsökonomik ist ab Mai in neuen Räumen in der
Frau-Holle-Straße 43 (ca. 100 m weiter) in 81739 München.

+++ FORSCHEN +++ Auf dem 23. Deutschen Krankenhaus-Controller-Tag trägt Prof. G. Neubauer zum Thema „Investitionen: Schlüssel zur Kostenwirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit eines Krankenhauses“ vor. Seine zentralen Thesen sind, dass eine Investitionsquote von mehr als 5 % des Umsatzes für die Zukunftssicherung eines Krankenhauses erforderlich ist. Dabei ist ein Mix von Rationalisierung- und Erweiterungsinvestitionen geboten. Viele Krankenhäuser in Deutschland können dieses Gebot nicht erfüllen, weil sie die staatliche Investitionsförderung im Stich lässt.

+++ BERATEN +++ Auf der Klausurtagung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung nimmt Prof. G. Neubauer Stellung zu „Kalkulatorische Kosten als Teil eines angemessenen freiberuflichen Arzteinkommens.“ Dabei betont er, dass das unternehmerische Risiko ebenso wie die erforderlichen Investitionen in der derzeitigen Einkommensbemessung nicht adäquat kalkuliert werden. Generell sollte das Einkommen nicht als Kostenerstattung, sondern als Leistungsvergütung betrachtet werden. Das Einkommen muss daher mit den Opportunitätskosten eines jungen Berufsanfängers verglichen werden.

+++ FORSCHEN +++ Auf dem Gesundheitskongress SALUT in Saarbrücken skizzierte Prof. G. Neubauer den Grundriss für eine Gesundheitsreform, bei der Patienten und Versicherte an der Gestaltung der Gesundheitsversorgung direkt mitwirken können. Das Patientensouveränitätsmodell ist in der Zeitschrift „Welt der Krankenversicherung“ Ausgabe 4/2016 detailliert beschrieben.

+++ DISKUTIEREN +++ Auf Einladung der Münch Stiftung nimmt Prof. G. Neubauer am „Round Table“ mit dem Thema „Ambulantisierung der Medizin“ teil. Eine zentrale These von Prof. G.  Neubauer ist, dass der Ambulantisierung die Domestizierung der Medizin folgt. Darunter versteht er die vermehrte telematische Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Größtes Hindernis auf diesem Weg sind die nicht kompatiblen Vergütungssysteme.

+++ PHARMAÖKONOMIE +++ Das IfG bearbeitet das Modul 2 gemäß AMNOG-Verfahren für ein innovatives Arzneimittel und unterstützt so dabei die Markteinführung.

+++ DISKUTIEREN +++ Prof. G: Neubauer moderiert zusammen mit Prof. Feuerbach die Sitzung des Arbeitskreises „Telemedizin/Homecare“ von Health Care Bayern e. V.. In der Sitzung wurden zwei digitale Healthprojekte vorgestellt und insbesondere wegen ihres Versorgungsnutzens diskutiert.

+++ DISKUTIEREN +++ Das IfG stellt in einem kleinen Kreis von Kommunalpolitikern das neue Projekt „Nachbar hilft Nachbar“ vor. Die Grundidee hierbei ist, dass das Potenzial der Nachbarschaftshilfe durch telematische Unterstützung neu mobilisiert wird. Dabei soll die nichtorganisierte Laienhilfe neu belebt werden.

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